Millennium-Trilogie von Stieg Larsson
Mit der Millennium-Trilogie wurde Stieg Larsson postum zum Thriller-Star, doch schon lange bevor Regiesseur David Fincher ("Sieben", "Fight Club", "The Social Network") sich dem Stoff angenommen hat. Seit 12. Januar läuft "Verblendung" mit Daniel Craig ("Casino Royale", "Ein Quantum Trost") und Rooney Mara ("The Social Network") in den Hauptrollen in den deutschen Kinos, die schwedische Version mit Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist und Noomi Rapace als Listbeth Salander ist bereits auf DVD erhältlich. Welche Version empfehlenswerter ist kann, darüber kann ich nicht urteilen; Ich habe beide noch nicht gesehen.
Selbstverständlich sind die Bücher auch als Hörbuch erhältlich, zum Einen von Random-House, zum anderen hat sich auch das WDR dem Stoff angenommen, doch wie bei den Filmen kann ich hier ebenfalls nicht mitreden.
Stieg Larsson, schwedischer Journalist und Schriftsteller verstarb 2004 in Folge eines Herzinfarktes - ein Jahr vor Veröffentlichung von "Verblendung" (Original: "Män som hatar kvinnor"). Als Herausgeber der "Expo" wusste er um die Anforderungen und Probleme eines Journalisten und es ist ein wenig makaber, dass er einen Nebencharakter, einen Chefredakteur, relativ jung an einem Herzinfarkt sterben ließ. Die Thematik des Journalismus bzw. des investigativen Journalismus zieht sich durch das Buch und wird eingehend behandelt; Die Probleme, die Anforderungen, die ethischen Werte und moralischen Verpflichtungen eines Journalisten sind zentrale Themen.
Zu den Büchern an sich: Ursprünglich hatte Larsson eine zehnteilige Buchreihe geplant - was man als Leser vor allem beim Abschluss der Bücher merkt. Viele lose Fäden hängen offen in der Luft, die Schicksale einiger Nebencharaktere, die aber jeweils ihre zentrale Rolle gespielt hatten, bleiben im Dunkeln und man bleibt ein wenig wehmütig zurück in dem Wissen, dass die offenen Fragen nie geklärt werden. Ich habe die Bücher im Bewusstsein um den Tod des Autors gelesen, unter anderem, weil der Verlag das letzte Buch mit "Das furiose Finale" beworben hatte - was es nicht ist. Die Geschichte von Blomkvist und Salander wäre noch lange nicht erzählt gewesen, aber dennoch sind die Bücher absolut lesens- und empfehlenswert.
Der Autor bietet solide Spannung, einen handfesten Thriller um Geld, Gier, Macht, Intrigen und Sex - in jedem Buch für sich. Die Zusammenhänge kommen nur langsam an Tageslicht und ich, als Leser, war gefesselt von den feinen Fäden, mit denen Larsson die Figuren und Handlungen miteinander verbunden hatte. Die Charaktere glänzen durch menschliche Makel, durch Fehler und Fehlentscheidungen, durch Abgründe und Stärken. Salander ist keine Heldin, aber auch keine "Anti-Heldin", wie sie manche Medien zur Publikation des Filmes stilisieren; Sie ist sie selbst. Und auch Blomkvist ist weniger James Bond, als vielmehr leicht übergewichtig, Raucher, mit Liebe zu gutem Essen und auch mal ein, zwei, fünf oder sieben Stamperl (Ich weiß nicht wie Stamperl außerhalb von Bayern genannt werden. Peinlich.) Schnaps, im letzten Buch sogar mit dem Hang ein wenig zu müffeln, weil er nicht dazu kommt zu waschen, oder sich neue Kleidung zu kaufen. Sympathisch, vielleicht ein wenig begriffstutzig hinsichtlich der Emotionswelt des weiblichen Geschlechts, aber sicherlich kein Action-Held.
Abseits der losen Fäden habe ich noch einen Kritikpunkt, der meinen Lesefluss von Zeit zu Zeit ins Stocken gebracht hat: Vielleicht bin ich nur kleinlich, aber wenn ich eine Übersetzung lese, dann erwarte ich, dass sich nicht immer mal wieder englisch Redewendungen, Phrasen oder Ausdrücke ins Geschehen einschleichen. Ich weiß natürlich nicht, ob das im schwedischen Original vom Autor so beabsichtigt war, ob er die selben englischen Phrasen usw. verwendet hat, aber diese Stellen haben mich, persönlich & subjektiv, ein wenig gestört.
Alles in Allem: Leseempfehlung meinerseits, auch mit dem Wehmutstropfen, dass die Reihe wohl nie zu dem Ende kommt, das sich der Autor dafür gewünscht hatte.
Vampirgeschichten: Kalt glimmen die Sterne
Primär eine dicke Entschuldigung: Um mich ist es so ruhig, weil ich teilweise kein Internet, meistens aber schlichtweg keine Zeit habe. Wie auf meinem Profil vermerkt reagiere ich auch auf Mails sehr langsam, weshalb ich auch an dieser Stelle darauf hinweise: Bei akuten Problemen bitte an den Support, oder meine Kollegen wenden. Sofern das Problem nicht akut ist und keiner sofortigen Antwort bedarf, kann man mich selbstverständlich auch anschreiben. Ich antworte. Irgendwann.
Zum eigentlichen Thema:

Klappentext Quelle: Sphera Verlag
Kalt glimmen die Sterne
Vampirgeschichten
Erscheinungstermin: 31. Mai 2011Eine fantastische Anthologie mit 22 düsteren, melancholischen und berührenden Kurzgeschichten über die faszinierenden Kreaturen der Dunkelheit.
22 deutschsprachige Autoren werfen überraschend moderne und nachdenkliche Blicke auf das Wesen des Vampirs. Quer durch die Jahrhunderte erzählen sie von der gleichen Gestalt: von der Kreuzigung Christi über den Moloch der modernen Großstadt bis in eine düstere Zukunft. Und doch ist hier keine Geschichten wie die andere.
Eines aber haben all die Blutsauger dieser Sammlung gemein: das unerbittliche Ringen mit sich, der Welt und Fragen rund um
Unsterblichkeit, Überlegenheit, das Gewissen, Begierde, Sehnsucht, Verachtung, Einsamkeit, Verlust, Angst und die menschliche Seele.Enthalten sind:
Meara Finnegan - Kalt glimmen die Sterne
Benedikt Franke - Untot in Tannheim
Dominik Grittner - Bewerbungsgespräch
Lydia Gschosmann - Das Opfer
Daniela Herbst - Morgengrauen
Hans Jürgen Hetterling - Im Schatten des Kreuzes
Ivyane Jacob - Abschied
Sanjina Kashikar - Seelenblut
Christian Künne - Maria, voll der Gnade
Stefanie Lasthaus - Bruderliebe
Eberhard Leucht - Die erste Nacht
Tanja Meurer - Der Misanthrop
H. P. Morel - G.I.E.R.
Rebekka Pax - Juliets Lied
Daniela Perndl - Eine Nacht
Adrián Ramírez León - Morgendämmerung
Gaby Rauch - Mein Leben für deins
Johanna Shey - Das Blut des Lebens
Nadine Stellert - Vergänglichkeit
Peter Stohl - Kreatur der Dunkelheit
Claudia Vollmert - Meine Leben für die Ewigkeit
Romy Wolf - Der Schützling
Vampire sind derzeit ja so eine Sache... Der Großteil der Vampirgeschichten, die derzeit den Markt fluten oder geflutet haben, waren romantischer Natur. Nichts gegen Romantik. Bram Stokers Dracula, die Wurzel der Vampire, ist ebenfalls fest verwurzelt mit romantischen Elementen, jedoch ist Dracula trotz aller Liebe für Mina ein eher wenig sanftmütiges Geschöpf, als vielmehr ein blutgieriges Monster. "Neumodische" Vampire sind im Gegensatz zu ihm geradezu vermenschlicht. Jedem wie es beliebt, aber ich bevorzuge doch die blutgierigen, instinktgeleiteten Vampire und in diesem Sinne kam ich mit der Anthologie "Kalt glimmen die Sterne" auf meine Kosten.
Kurzgeschichtensammlungen sind für mich grundsätzlich eine feine Sache, weil ich die grundverschiedenen Denkansätze mehrerer Autoren zum selben Thema interessant finde, wie auch die unterschiedlichen Schreibstile. Womit wir schon beim Inhalt wären. Zum Teil zeigen die Autoren nur kurze, interessante Einblicke in das Leben - oder unleben, wie auch immer man es nennen möchte - von Vampiren, oder einen knappen Blick auf den Mitternachtssnack genannter Genießer. Die Perspektiven der Protagonisten machen den Reiz der Geschichten. Zum Teil findet man in der Sammlung Denkansätze, die bereits in der Literatur oder Filmen thematisiert wurden, jedoch von den Autoren in einem anderen Licht verarbeitet, zum Teil auch in einem völlig neuen Kontext gesetzt wurden. Die Schnappschüsse des Lebens, die die Autoren dem Leser präsentieren, zeigen manchmal den Protagonisten gen Ende seines Lebens, oftmals auch nur am Ende seiner menschlichen Existenz , oder den Anfang des untoten Daseins, wobei der Grundtenor nie in romantisch-verklärte Liebeserklärungen abdriftet, sondern die Autoren stets den Fokus auf das Dunkle, das Beängstigende an der Figur des Vampirs bewahren. Ebenso reizen die unterschiedlichen Arten die Geschehnisse zu beschreiben: Blumige, ausschweifende Texte stehen nüchternen Berichten gegenüber, jeder für sich auf seine Weise interessant. Mit vielen Vorurteilen um diese vermeintlich romantisch-sanftmütigen Wesen, die oftmals mit fast unvermeidlicher Anmut gesegnet werden, wird hier aufgeräumt und zum Großteil werden Vampire als das dargestellt, was sie in alten Sagen und Legenden waren: Mörderische Monster, die nicht das Wohle der Menschen im Sinn haben, sondern lediglich ihr Blut. Der Ursprung der Vampire wird in den Geschichten deutlich, sie terrorisieren die Menschen, weiden sich an den Qualen ihrer Opfer und rauben ihnen ihr Blut, ihr Leben, in mancher Geschichte auch ihre Würde und Menschlichkeit. Wer nach Romantik sucht, wird in dieser Anthologie nur in weitestgehendem Sinne fündig, insofern der Leser einem mitternächtlichem Stell-dich-ein mit tödlichem Ausgang etwas verklärt-romantisches abgewinnen kann. Wer aber nach wahren Vampiren sucht, Geschichten lesen möchte in denen sie unverfälscht ihrem Blutdurst erliegen, der wird auf seine Kosten kommen.
Es liegt in der Natur der Dinge, dass nicht alle Geschichten begeistern, aber ich bin durchaus zufrieden. Bei einigen Geschichten wird der Leser ins Geschehen hinein geworfen und kaum findet man sich zurecht, wird man wieder heraus gerissen. Zum Teil sind die Kurzgeschichten ein wenig zu kurz, so dass man gar keine Zeit hat sich mit dem Protagonisten auseinanderzusetzen, geschweige denn sich mit ihm verbunden zu fühlen. Manchmal kann man aber auch sagen: Weniger ist mehr. Vor allem, wenn es darum geht Informationen oder Handlungsstränge auf wenigen Seiten niederzuschreiben. Kurzgeschichten sind handwerklich oft schwerer zu bewerkstelligen als Geschichten mit freier Länge, unter diesem Aspekt möchte ich auch kein schneidendes Urteil über manche Geschichten fällen, da ich weiß wie knifflig und nervenaufreibend es sein kann viele Ideen in nur wenig Raum unterbringen zu müssen. Zumal mein Urteil selbstverständlich subjektiv ist, oder wäre, müsste ich jede Geschichte einzeln bewerten. Im Sinne der Sammlung bin ich jedoch zufrieden, da ich auf meine Kosten gekommen bin und mir der Großteil der 22 Geschichten gefallen hat. Die Anthologie hat ihre Aufgabe mich zu unterhalten im Guten vollkommen erfüllt.
Natürlich sollte ich auch erwähnen, dass der Verlag wirklich gute Arbeit geleistet hat. Anders als bei vielen Verlagen, auch die mit großen Namen, wird der Lesefluss nicht stellenweise durch grobe Patzer im Layout oder der Rechtschreibung unterbrochen. Die Verarbeitung des Buches ist tadellos; Der Einband ist griffig, ebenso die Seiten, der Druck ist gut und das Schriftbild scharf. Das Cover erinnert mich ein bisschen an meine Poe-Sammlung, es ist passend düster, nicht verschnörkelt oder mit Schnick-Schnack überladen.
Meine Renovierungs-Raucherpausen (Renovierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen, Freiwillige vor!) hat "Kalt glimmen die Sterne" bereichert und ich möchte mich nochmals herzlich bei dem Sphera-Verlag für das Rezensionsexemplar und das Lesezeichen bedanken.
Allen ein schönes Wochenende,
Noctifer
(Wegen Renovierung verschollen.)
Perry Rhodan – Reloaded
Er ist seit 1961 ununterbrochen im Dienst, aber noch kein bisschen müde: Perry Rhodan feiert sein 50-jähriges Jubiläum und seine Fans feiern mit ihm!
Wie keine mir bekannte Romanheftserie fasziniert Perry Rhodan seit Jahrzehnten einen großen Kreis aus Lesern, die auch aktiv mit einigen Stammtischen und größeren Conventions ihren Titelhelden feiern. Perry Rhodan hat den Sprung vom Romanhefthelden geschafft und mittlerweile wird er auch mittels Hardcover, Taschenbüchern, Hörspielen/-büchern, eBooks und als Videospiel und Filmheld publiziert.
Zu Perry Rhodans "Geburtstag" haben Treanor und Ace Kaiser sich ein ganz besonderes "Geschenk" ausgedacht: Sie möchte Perry Rhodan ein neues Gewand verpassen, ihn einer stilistischen Wandlung unterziehen - es sind keine Grenzen gesetzt! Ob als einsamer Westerheld, tugendvoller Ritter, als tollkühner Pirat oder ganz modern als Anime-Actionkracher - die Grenzen setzt euch nur eure Fantasie. Denn ihr seid gefragt: Ihr seid die Autoren!
Quelle: Schreiberlingsegozine
50 Jahre – 50 Texte – PERRY RHODAN reloadedNoch mal im Überblick:
- Jeder von uns schnappt sich einen Roman oder eine Szene aus 50 Jahren PR, liest sie gegebenenfalls noch einmal – und schreibt sie dann in anderem Stile neu. Entweder als Kurzgeschichte (bis 25.000 Anschläge) oder als Heftroman (bis 200.000 Anschläge). Der Text muss neu in dem Sinne sein, dass er vor 2011 noch nirgendwo veröffentlicht wurde. Ach ja – so nett Crossover sind, mit der Verletzung von Markenrechten Dritter müssen wir fürchte ich vorsichtig sein …
- Diskutieren und präsentieren wir unsere Werke auch während der Entstehung und tauschen wir uns rege aus! Ich habe dazu eine Facebook-Gruppe eingerichtet. Man kann sich aber auch in den einschlägigen Foren und Kommentar-Bereichen tummeln.
- Bis zum 15. Juli 2011 müssen wir aber spätestens fertig sein. Die jeweiligen Beiträge gehen als PDF entweder an eine noch zu nennende Mailadresse und/oder werden auf einer noch zu nennenden Plattform hochgeladen. Denn ab diesem Datum beginnt das Voting.
- Bis zum 15. August 2011 läuft die Abstimmung. Die Top 10 in jeder Kategorie (Heftroman und Kurzgeschichte) erhalten dann die höheren Weihen einer Druckversion – die jeweils Besten werden zudem mit einem vom Verlag gestifteten „Publikumspreis“ geehrt.
Weitere Informationen findet ihr auf Schreiberlings Blog oder bei uns im Bereich Projekte.
Zu finden auch unter @Nerdlicht & @AceKaiser bei Twitter und als #Rhodan_Reloaded - Twitterwall.
NaNoWriMo – Nachtrag
Wer hat mitgemacht? Wer hat durchgehalten? @The_NTL (The Artist Formerly Known As Prince Nguyen Tran Loc) erinnerte mich heute daran, dass ich eigentlich einen Nachtrag-Blog verfassen wollte - und es schlichtweg vergessen habe. Langsam werde ich doch sehr vergesslich. Jedenfalls... Äh. Was wollte ich tun? Ach, ja. Blog.
Die Liste wird stetig ergänzt, bitte hierfür einen Blog-Comment schreiben und den Link zum FF.de & NaNoWriMo-Profil angeben, dann trage ich euch ein. Mich per PN zu benachrichtigen ist nicht so ideal; In meinem Postfach herrscht ein wenig Chaos.
NaNoWriMo 2010
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Snow Flake – Manga
Nicht nur in Japan haben Manga eine weit gestreute Leserschaft, auch in Deutschland werden zunehmend Manga gelesen - und gezeichnet.
Deutsche Mangaka sind noch (!) nicht so bekannt, wie die japanischen Zeichner und Zeichnerinnen, jedoch stehen unsere Talente den japanischen hinsichtlich Kreativität und zeichnerischem Können in nichts nach. Als junges, gutes Beispiel geht hier Christina Bäumerich, mit dem Shōnen Ai (homoerotischen Manga) "Snow Flake" voran. Zu Anfang möchte ich auf die Altersempfehlung "Adult" hinweisen, die bitte auch zu beachten ist.
Cover "Snow Flake" von Christina Bäumerich
Klappentext "Snow Flake" von Christina Bäumerich:
Als sich der zurückgezogene Kurai am Weihnachtsabend eine neue Liebe herbeisehnt, schwebt wie durch ein Wunder ein bezaubernd schöner Mann vom Himmel. „Yuki“ gleicht Kurais verstorbener Liebe aufs Haar, doch während Kurai zusehends auftaut, scheint der kühle Schönling immer schwächer zu werden … Ein Boys Love-Weihnachtsmärchen der besonders heißen Art – einfach zum Dahinschmelzen!
Wer mehr über Christina erfahren möchte, dem ist bei www.manganet.de das Special zu empfehlen. Dort gibt es einige Eckdaten zu Christina selbst, wie auch zu ihrem Debüt "Snow Flake".
Passend zur aktuellen Vorweihnachtszeit liegt bei "Snow Flake" ein winterlich-weihnachtlicher Abend vor uns und wir lernen Kurai kennen, dem an diesem Festtag so gar nicht zum Feiern zumute ist. Nach dem Tod seiner großen Liebe ist er einsam und resigniert, er meidet größere Gesellschaften, bleibt lieber für sich und verbringt seine Zeit damit vor sich hin zu brüten - was Toshi, der zusammen mit ihm zu feiern versucht, nicht davon abhält, ihn mit guter Laune, Euphorie und Optimismus zu überschütten. Wider aller Hoffnung wird sein Wunsch nach einer zweiten großen Liebe wahr, als Yuki auf wundersame Weise in sein Leben tritt. Yuki ist alles, was Kurai sich wünscht, aber er ist auch anders. Jemand besonderes, zerbrechliches, jemand bei dem Kurai unwissentlich in stetiger Gefahr läuft, auch ihn zu verlieren. Die Geschichte von Kurai und Yuki handelt von weihnachtlichen Wünschen & Wundern, von Freud & Leid und nicht zuletzte von der Liebe, die manchmal unerwartet und auf Umwegen zu einem kommt.
Als Zeichnerin muss sich Christina Bäumer nicht hinter den großen japanischen Mangaka verstecken, was sich auch deutlich in der Leseprobe von "Snow Flake" und bei ihren FanArts, die auf Animexx zu finden sind, zeigt.
Sammelkarte "Snow Flake" von Christina Bäumerich
[Fragen / Antworten via eMail]
1. Wie lange hat es gedauert "Snow Flake" zu konzipieren und zu zeichnen?
[Christina] Etwa im Sommer 2009 hatte ich die Idee zu der Geschichte. Ich habe nachts von einer Szene geträumt und wollte die Geschichte eigentlich als Fanfiktion hier veröffentlichen, als "Yuki Arashi", zu deutsch: Schneesturm. Ich habe mich aber anders entschieden und die Geschichte zu Egmont geschickt. Im Januar 2010 kam dann die Zusage. Der Februar und März war für die Planung da, jede Seite wurde am PC skizziert, Texte wurden abgeglichen, Cover entworfen und die ersten Seiten wurden probeweise getuscht. Im April bis Juli ging es dann richtig los, dort wurde jede Seite auf japanisches B4 Papier (von j-stuff.de) übertragen und getuscht. Die feinen Linien und Hintergründe habe ich vorwiegend mit Rapido und Isographen (von Rotring) gezeichnet, Kleidung mit japanischen Federn (G-pen, Saji-pen und Maru-pen), dazu Deleter Tusche (die Blaue). Gerastert habe ich die Seiten über Photoshop, die einzelnen Folien habe ich von Deleter Comicworks in das Programm gezogen.
2. Was war deine Inspiration zu den Figuren und der Handlung?
[Christina] Das war ein Traum. Ich bin morgens aufgewacht und hatte geträumt, dass ein junger Mann in einem recht knappen Kimono vor dem strahlenden Vollmond schwebt. Ohnmächtig sackt er dann im Vorgarten zusammen und ein anderer Mann, der das Geschehen vom Balkon aus beobachtet, trägt ihn ins Haus.
In der ersten Version also, gab es Satoshi noch nicht und es gab auch einen Balkon, aber ich habe mich dann für ein japanisches Haus entschieden.
Zu den Figuren:
Yuki entsprang quasi genau aus meinem Traum. Ich wollte ihn zierlich zeichnen, so sanft wie den Schnee, zudem sollte er einen reinen und zerbrechlichen Charakter haben, unschuldig, da er ja hauptsächlich weiß ist und der Schnee auch als unschuldig angesehen wird. Da das aber etwas zu langweilig ist, habe ich ihn etwas unterwürfiger gestaltet mit einem leichten Hang zur Dominanz.
Von Kurai könnte man meinen, das er der typische Seme (aktiver Part) ist.
Aber er ist anders. Eher verträumt und romantisch und passiv, aber er bleibt der aktive Part. Das ist jetzt schwer zu umschreiben, sagen wir so: Er ist aktiv, aber liegt unten. Ich wollte einen untypischen Seme haben, der auch Schwächen hat, aber er sollte auch intelligent sein und eine Vergangenheit haben, so dass er eine Entwicklung durchmachen konnte. Rachiel ist ja ein Engel, ich habe ihn vor über 10 Jahren entworfen und seitdem kommt er eigentlich ständig irgendwo vor. Die Handlung war schnell entschieden, nur das Ende war in meiner ersten Version anders. Es sollte Sommer werden und Yuki sollte sich auflösen. Wie man aus meinen FFs ersehen kann, habe ich einen Hang zu Dramen und dazu, meine Charaktere sterben zu lassen.
3. Hast du eine(n) Mangaka, oder eine Serie, die besonders bewunderst?
[Christina] Sehr viele sogar! Eichiro Oda (One Piece) ist klasse, er erschafft seine ganz eigene Welt und Charaktere, die weltweit eine große Fanbase haben. Clamp zeichnet einen ganzen Manga pro Monat, ihre Geschichten sind aussergewöhnlich, fantasievoll und auch die Charaktere sind unverwechselbar, zudem sind sie zeichnerisch auf sehr hohem Niveau! Natürlich auch Naoko Takeuchi (Sailor Moon), die einen gigantischen Erfolg verzeichnen konnte, aber auch viele andere, die es schaffen in einem oder mehreren Bänden etwas wundervolles zu erschaffen.
4. Haben dich deine Freunde und deine Familie beim Zeichnen unterstützt?
[Christina] Ich habe noch eine Cousine, die sehr stolz auf mich ist, das freut mich natürlich sehr. Ansonsten konnte ich es in der zeichnerischen Phase niemandem sagen, bis es einige Monate später schon öffentlich wurde. Ich bekam schon Unterstützung, aber letztlich ist man zu Hause alleine und zeichnet auch alles selbst. Es ermutigt mich natürlich wenn mich so viele Zuschriften erreichen und Ermutigungen von Lesern, die mich ja eigentlich gar nicht kennen und ich sie nicht, ich sie aber dennoch mit meiner kleinen Geschichte erreichen konnte, berühren konnte, das ist viel mehr wert, als alles an Zuspruch oder Unterstützung, was man sich vorstellen kann.
5. Warst du irgendwann unsicher, oder hast gezweifelt was dein Können angeht?
[Christina] Jede verdammte Sekunde. Natürlich zeichne ich seit vielen Jahren und immer wenn ich etwas neues anfange und denke: "Hei, das ist gut!" Dann sehe ich mir das Bild nach ein paar Wochen nochmal an und denke, oh weh... Das ist aber etwas Gutes, da man nur so besser wird. Würde ich denken, dass ich mich nicht verbessern muss, weil ich ja gut genug bin, dann würde ich stehen bleiben und das wäre furchtbar. Kritik und Feedback und mein eigenes Urteilsvermögen ergeben eigentlich eine recht gute Mischung. Es gibt natürlich Tage, an denen ich glücklich bin, da alles genau so läuft wie ich es möchte und Tage, an denen wirklich nichts funktioniert, aber das ist normal.
6. Wie bist du zu Egmont gekommen?
[Christina] Es war ein langer und steiniger Weg. Im Sommer 1999 habe ich meine erste Bewerbung an Egmont geschickt, damals mit einer Dämonen/Magical Girl Geschichte. Über die Jahre habe ich immer mal wieder was hingeschickt, 2006 war ich sogar persönlich auf der Leipziger Buchmesse. Danach habe ich bis zum Sommer 2009 gewartet, für meine nächste Bewerbung. Dieses Mal bin ich aber hartnäckig geblieben und habe nicht aufgegeben.
7. Möchtest du einen zweiten Teil schreiben & zeichnen, oder etwas Neues beginnen? Eine Serie eventuell?
[Christina] Etwas neues ist auf jeden Fall geplant. Ich habe jede Menge Geschichten geplant, eine hat sogar 16 Bände, ich habe aber auch viele andere, die circa 4-12 Bände haben. Also ich habe noch viel vor!
8. Wie kamst du darauf im Manga-Stil zu zeichnen und nicht etwa Comics, die hier in Europa vielleicht eher bekannt sind?
[Christina] Es ging schon los, dass ich Heidi gerne gesehen habe, als Die Kickers und Captain Tsubasa/Die tollen Fußballstars liefen, wollte ich Fußballerin werden, bei Mila Superstar habe ich angefangen Volleyball zu spielen, als aber Sailor Moon kam und plötzlich die Zeitschriften voll damit waren, kam ich über die Screenfun (Mit Sailor Moon auf dem Cover) zu ACOG (ehemaliger Bestellkatalog von Anime Artikeln), wo ich erstmals Begriff (da war ich wohl 11 oder 12) dass Anime und Manga etwas anderes ist als Comics und die ganzen Serien, die ich so mochte, waren alle Anime. Im Handel gab es dann den Sailor Moon TV Comic, wo auch ein Bericht über die Manga kam und ich war sofort von den filigranen Zeichnungen begeistert. Es war so Mädchenhaft... Blumen und alles so schön, genau das wollte ich auch machen.
9. Bist du mit "Snow Flake" auf Convention-Tour?
[Christina] Ein wenig. Die Mayersche Buchhandlung hatte mich im Oktober für acht Städte gebucht, wo ich nebst Zeichenkursen auch etwas Werbung machen konnte. Danach war ich noch in der Lehmanns Buchhandlung in Leipzig und in der Thalia Filiale in Österreich. Für den Rest des Jahres habe ich eigentlich frei, jetzt bin ich nur noch für einen Tag in Hamburg, im Sakura/El Dorado Comic und Manga Shop, wo ich ab 14 Uhr am Samstag den 4. Dezember die Bücher signieren werde. Mal schauen ob ich noch wo sein werde, das ist oft kurzfristig, aber ich stelle alle Infos auf meinen Animexx Steckbrief
10. Erinnerst du dich an deine ersten Zeichnungen? Hast du da vielleicht einen Scan?
[Christina] Oh ja... Es war eine schlechte Sailor Moon Kopie *lach* Ganz huckelig, alles abgezeichnet, viel zu große Augen, viel zu dünn und viel zu lange dürre Beinchen. Als dann meine Dragon Ball-Phase dazu kam, wurde das Ganze mit dem jetzigen Stil gemischt, das sah echt ulkig aus... Dann kamen noch Satoshi Urushihara und Clamp dazu und eigentlich hatte ich keinen eigenen Stil. Der hat sich erst viel später entwickelt. Ich bin erst Mitte Dezember wieder zuhause, da kann ich dir gerne alte Zeichnungen schicken
[Anm. Noctifer: Wird dann dem Blogbeitrag zugefügt]
Der Schrecksenmeister von Walter Moers
Der Schrecksenmeister.
Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. Neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz.
Kurzbeschreibung
Jeder Buchling kennt Hildegunst von Mythenmetz' fabelhaften Roman über Echo, das Krätzchen - eine zamonische Kratze unterscheidet sich übrigens von unserer Katze lediglich dadurch, daß sie sprechen kann: In Sledwaya, der traurigsten Stadt Zamoniens, ist Echo dermaßen in Schwierigkeiten geraten, daß er gezwungen ist, mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt dem Schrecksenmeister Sledwayas das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muß Eißpin Echo dreißig Tage lang auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtum des Krätzchens gerechnet - vor allem nicht mit seinen neuen Freunden, der letzten Schreckse von Sledwaya, dem Einäugigen Schuhu und einem Gekochten Gespenst.
"Der Schrecksenmeister" ist das fünfte der von Walter Moers geschriebenen Zamonien-Romane und bildet meinen persönlichen Einstieg in diese abstrakte, überraschende und wunderbare Welt.
Schon die ersten Zeilen zeigen, dass es sich beim "Schrecksenmeister" um ein eine Art literarisches Überraschungsei handelt: Als Leser weiß man nie, womit der Autor einen in der nächsten Zeile verblüffen wird. Der Leser wird mit Sledwaya bekannt gemacht, der ungesundesten Stadt in ganz Zamonien:
Stellt euch den krankesten Ort von ganz Zamonien vor! Eine kleine Stadt mit krummen Straßen und schiefen Häusern, über der ein schauriges schwarzes Schloss auf einem dunklen Felsen thronte. In der es die seltensten Bakterien und kuriosesten Krankheiten gab: Hirnhusten und Lebermigräne, Magenmumps und Darmschnupfen, Ohrenbrausen und Nierenverzagen.
Wir lernen Echo kennen, ein halb verhungertes Hauskrätzchen, das von den Bewohnern der Stadt keinerlei Unterstützung erhält. Den Hungertod vor Augen geht er auf einen Pakt mit dem gefürchteten Schrecksenmeister der Stadt Sledwaya ein; Dieser darf ihn töten, dafür würde er ihn einen Monat lang bis zum nächsten Vollmond fürstlich bewirten. Eißpin begehrt das wertvolle Kratzenfett von Echo, das seine Wirkung nur entfalten kann, wenn das betroffenen Krätzchen sein Fett frewillig gegeben hat.
In Eißpins Schloss erwarten Echo allerlei kulinarische Genüsse und metamorphose Mahlzeiten und, natürlich, neue Freunde und Verbündete. Ob Echo tatsächlich im alchemistischen Kochtopf endet?
Walter Moers Zamonische Mythen versetzen den Leser in eine magische, neue und überraschende Welt voller lebendiger Charaktere vor einem fantastischen Hintergrund. Sprachliche Anekdoten, Wortdreher und die reichlich farbenprächtige Fanastie des Autors dominieren den Verlauf. Das Buch muss man zwei, drei Mal lesen, um die Vielfältigkeit der sprachlichen Kunst auskosten zu können, bei jedem neuen Lesen entdeckte ich etwas Neues, das mir vorher noch nicht aufgefallen ist. Ein kleines Meisterwerk sicherlich.
Es gibt einen (rein subjektiven) Kritikpunkt: Der Geschichtenverlauf ist linear, was die Stimmung und den Lesespaß jedoch nicht dämpft. Moers überrascht durch skurrile Charaktere und oftmals erreicht er das vorhersehbare Ziel durch unvorhergesehene, groteske und spaßige Umwege.
Leipziger Buchmesse 2010
Die Leipziger Buchmesse 2010 kann man mit einem simplen Wort zusammen fassen: Gigantisch.
Nicht nur Besucher, sondern auch Autoren tummelten sich in den Hallen des Leipziger Messegeländes und drängten sich dicht an dicht durch die Gänge. Während Cosplayer meine ganze Aufmerksamkeit beanspruchten, besuchte Eosphoros die Lesungen der deutsprachigen Meisterautoren des Fantasy-Genre.
Mit Wolfgang Hohlbein, Markus Heitz und Bernhard Hennen erfreuten die wohl bekanntesten Autoren der deutschsprachigen Fantasyszene ihre Leser und Fans. Während der "Langen-Heyne-Fantasynacht" gaben sich zusätzlich Boris Koch, Victoria Schlederer, Christoph Hardebusch und Oliver Dierssen die Ehre.
Hier der Bericht meiner lieben Eosphoros, der ich tausend Mal zu danken habe. Demnächst folgt mein Bericht über dezent ungünstige Aussichten unter den Rock von Sailor Moon, visuelle Reizüberflutung bedingt durch bunte Kostüme und besagte Aussicht unter Sailor Moons Röckchen und kreischende, treppauf und treppablaufende Teenies.
Folgender Bericht ist, wie schon erwähnt, von Eosphoros verfasst worden:
Akif Pirinçci – “Der Rumpf”
Die hier vorgestellten Bücher sind selbstverständlich immer rein subjektive Empfehlungen meinerseits; Ich bin kein Fachkritiker, sondern ein einfacher Leser, der rein nach persönlichem Empfinden beurteilt. Ich werde versuchen auf verschiedene Kategorien einzugehen, wobei ich den Schwerpunkt auf deutschsprachige Autoren lege. Selbstverständlich werde ich nicht nur deutschsprachige Werke vorstellen können, dazu ist mein Kaufverhalten einfach zu impulsiv und die Verlockung in Buchhandlungen zu groß. Ebenso lege ich keinen Wert darauf ausschließlich Neuerscheinungen zu behandeln; Interessante Literatur ist zeitlos.
Zu den Empfehlungen: Generell möchte ich nicht zu viel über Handlungen und Wendungen verraten, weshalb ich versuche mich kurz zu halten. Ich möchte lediglich vermitteln weshalb ich das Buch empfehle und was den Leser im Groben erwartet.
Der Autor des folgenden Buches düfte vielleicht durch seine Reihe "Felidae" dem ein oder anderen ein Begriff sein:
Klappentext
Ein Mörder, dem das Kunststück des "perfekten Mordes" gelungen ist, legt seine Lebensbeichte ab: "Wer Sladek war? Und wie ich dazu kam, ihn umzubringen? Und auf welche Weise es geschah? Geduld, Geduld, ihr werdet es noch früh genug erfahren. Ich gelobe, kein noch so unbedeutendes Detail zu verschweigen. Natürlich wird mir niemand Glauben schenken, da ja, wie es sich für einen perfekten Mord gehört, keine Beweise existieren - und auch keine Zeugen mehr."
Vorneweg möchte ich ausdrücklich betonen, dass dieses Buch nicht unbedingt für zartbesaitete Leser geeignet ist. Der Hauptprotagonist stellt sich als "Der Rumpf" vor und thematisiert damit auch sein Schicksal: Er ist schwerstbehindert, ohne Arme und ohne Beine geboren. Mitgefühl ist bei "Dem Rumpf" ein Gefühl, das eher selten auftritt: Der Hauptprotagonist ist ein boshafter, menschenverachtender Zyniker, der gerade mal für seinen Ziehvater und das schöne Geschlecht, sofern es in seinen Augen als 'schön' zu bezeichnen ist, ein paar mehr oder minder freundliche Worte übrig hat.
Selbstverständlich hadert Daniel, wie sein Ziehvater ihn genannt hat, mit seinem Schicksal, jedoch ist "Der Rumpf" kein Buch, das rein die Thematik der Schwerstbehinderung behandelt: Es ist eine Mischung aus einem Krimi und dem ironisch erzähltem Lebensbericht eines hochintelligenten Zynikers, der sich plötzlich im Paradies, dem Heim der "Verzauberten Jäger", wieder findet und diese utopisch anmutende Einrichtung von der ersten Sekunde an inbrünstig hasst.
Daniel, der bereits zum Anfang des Buches als Charakter in Erscheinung tritt, von dem man nicht wirklich weiß ob man ihn bewundern, verachten, hassen oder lieben soll, erzählt seine Geschichte auf eine tragisch-amüsante Weise, die abstoßend und fesselnd zugleich ist. Und er erzählt die Geschichte seines perfekten Mordes. Ein perfider Plan, der letztendlich ein Blutbad anrichtet, mit dem selbst Daniel nicht gerechnet hatte. Denn wie im wahren Leben kommt es anders als man denkt: Daniel kämpft verbissen darum der "verzauberte Jäger" zu sein und nicht das verfluchte Opfer.
Leseprobe des ersten Kapitels bei Randomhouse.
Wie schon erwähnt würde ich dieses Buch keinem zart besaitetem Leser empfehlen. Abseits der boshaften, teils verletztenden Aussagen und Ansichten Daniels, werden einige Protagonisten auf brutale Art gefoltert und grausame Weise getötet. "Der Rumpf" hat mich durch seine ungeschönte, bizarre und boshafte Lebensbeichte schockiert, amüsiert und letztendlich gefesselt.




